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Gretchenfrage „Frühförderung“ – von besten Absichten und Versäumnisängsten

Kann aus einem Kind heute überhaupt noch etwas werden, wenn es nicht, wie die Kita-Kumpels, mit chinesischem Au-pair und Klavierunterricht für die Klitzekleinen in die Startlöcher gestellt wird? Oder sollte man den Wünschen eines Kindes etwa nicht nachkommen, wenn es dauerhaft Gefallen am Geigenklang gefunden hat und nun endlich selbst fiedeln möchte?
Der Markt für die Frühförderung ist schier unüberschaubar und er baut vor allem auf einem auf, der Elterlichen Angst, dem Kind nicht beste Voraussetzungen für ein glückliches und erfolgreiches Leben geschaffen zu haben. Nach dem Motto, „Wer sein Kind liebt, dem ist nichts zu teuer!“, wird so schon die Vorschulzeit mit Erwartungshaltungen an die Persönlichkeits-Ausschärfung belegt.
Aber dann ist da ja noch die Sache mit dem kindlichen Lernfenster, denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr, oder?

Von diesen Fragen handelt die folgende ZDF-Doku. Besonders zum schmunzeln brachte mich die Diskussion (ab Minute 15:00) zwischen dem Göttinger Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther, einem scharfen Kritiker der Leistungsgesellschaft und Apostel der intrinsischen Motivation, und Bernhard Bueb, dem Leiter des Elite-Internats Salem am Bodensee, seines Zeichens Autor der vielsagenden Streitschrift „Lob der Disziplin“. Beide sind für ihre extremen Positionen bekannt und kommen auch hier trotz vordergründiger Eintracht auf keinen grünen Zweig mit einander.

Zu der Frage, wann aus Förderung Überforderung werden kann, äußert sich eine Kinderärztin ab Minute 36. Eine Doku, die zum Nachdenken anregt.

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